Vollgefedertes und faltbares 25 km/h Fat-Pedelec: Das Engwe Engine X im Test

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Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: Laura Fleischhacker / TestMagazine / MOTORMOBILES

 

Ungebrochener Trend zu Klapprädern mit Pedelec-Unterstützung

Die dicken Falträder aus Nordamerikas liegen im Trend und erfreuen sich auch in Europa einer zunehmenden Beliebheit. Die Fatbikes mit Ihren 4 Zoll dicken Reifen verfügen über ein  weitreichendes Offroad-Talent und sind prädestiniert für Expeditionen durch Sand, Geröll, Matsch oder Schnee. Eine spezielle Art der Fatbikes ist das Fatbike Klapprad und das e-Bike Fatbike Klapprad als Variante mit Motor. Wir haben nun ein legales und EU-konformes 20 Zoll Klapprad mit knapp 100 Kilometern Reichweite im Test. Das Engwe Engine X ist eine StVZO konforme Version des 45 km/h schnellen EP-2 Pro. Das Elektro-Fahrrad ist CE zertifiziert, die Motorleistung auf 250 Watt begrenzt und die Unterstützung findet nur beim Treten ohne jeglichen Mopedmodus statt.

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES

Der Hersteller Engwe ist bei uns vor allem durch seine E-Bikes bekannt. Engwe ist ein Unternehmen aus China, das über einen ausgebauten EU-Vertrieb mit EU-Warenlager in Polen für den Direktvertrieb an Verbraucher in der Europäischen Union verfügt. Bei dem getesteten Engwe Engine X handelt es sich um ein faltbares E-Bike mit Fat Tires (20 x 4 Zoll-Bereifung). Der Hersteller Engwe verfügt über reichlich Erfahrung mit der Konstruktion und Vertrieb von E-Bikes. Zudem geht Engwe auch auf die Bedürfnisse des deutschen Marktes und seinen gesetzlichen Anforderungen ein. 

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES

Pedelecs und Klappräder erfreuen sich seit Jahren einem stetig wachsendem Zuspruch und verbuchen einen enormen Zuwachs. Pedelecs gehören dank ausgereifter Technik an Motor, Akku und Steuerelektronik mittlerweile zum Straßenbild. Ein Klapprad ist gleichzeitig extrem platzsparend und synergetisch zu Auto und Zugfahren, da es mitgenommen werden kann. Zusammengeklappt nimmt es nur die Hälfte des Platzes ein und kann zu Hause, im Zug oder im Auto einfach verstaut werden. Ein Pedelec-Klapprad lässt sich wie der Name schon sagt zusammenklappen und ist somit kompakt verstaubar und unterstützt beim Fahren. Das Zusammenklappen ist mit nur wenigen Handgriffen erledigt. Auch ein E-Faltrad (e-Foldbike) bietet dem Fahrer vor allem Entlastung, da ein Elektromotor die eigene Trittleistung unterstützt. Zudem klappbar, kann es bei Nichtgebrauch gefaltet und mobil im Auto, Zug oder Schiff mitgeführt werden. Zielgruppe von Elektro-Klappfahrrädern sind Mitmenschen die ein hohes Maß an Mobilität anstreben und dabei – dank Elektromotor – mit ihren eigenen Kräften haushalten möchten.

Der Unterschied zwischen einem herkömmlichen e-Bike Klapprad und einer Fatbike-Ausführung ist, dass die Bereifung um einiges größer bzw. breiter ausfällt. Das sorgt im Idealfall für puren Fahrspaß. So ausgerüstet befindet sich der Biker im Gelände bzw. auf Offroad-Strecken wie unbefestigten Feldwegen klar im Vorteil und ist zudem deutlich komfortabler unterwegs.

Maximal 250 Watt 

Für alle europäischen Länder, und damit auch Deutschland gilt eine maximal zulässige Motorleistung von 250 Watt. Zum Vergleich: 750 Watt entsprechen etwa 1 PS (Pferdestärke).

Gleichzeitig zur Regelung von maximal 250 Watt ist hier auch die Höchstgeschwindigkeit von wichtiger Bedeutung. Die liegt bei einem Fatbike Faltrad beim größten Teil aller Modelle und Hersteller nämlich bei 25 km/h. Hat ein Fatbike e-Klapprad also 250 Watt und unterstützt bei einer Geschwindigkeit von bis maximal 25 km/h, ergeben sich folgende Vorteile:

Damit der integrierte Elektromotor von einem Fatbike Faltrad mit ausreichend Energie versorgt wird, ist im Rahmen ein Akku integriert. In der Regel verwenden die meisten Hersteller bei ihren Modellen Akku-Spannungen von 36 und 48 Volt. Gleichzeitig ist ein Blick auf die Amperestunden (Ah) hilfreich. Denn dieser Wert gibt Aufschluss darüber, wie viel Kapazität ein Akku hat, also wieviel Strom er insgesamt speichern kann.

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES

Der neue bürstenlose Motor des Engine X verspricht auch an Steigungen genügend Drehmoment zu entwickeln, um den Fahrer zu unterstützen 25 km/h zu erreichen. Mit großem Akku sind auch größere Reichweiten und eine Endgeschwindigkeit von 25 km/h kein Problem.

Vollständige mechanische Scheibenbremsen (vorne und hinten) bieten einen sicheren und kurzen Bremsweg. Fortschrittliche Vorder- und Hinterradaufhängung mit fetten 20 x 4-inch Pneus sorgen dafür, dass die Fahrt auf allen Terrains, einschließlich Schnee, Strand und anderen Offroad-Wegen, immer super bequem ist. Das E-Bike verfügt noch über einen robusten Gepäckträger auf der Rückseite. Hier sollte man jedoch drauf achten, die maximale Traglast von 165 kg nicht zu überschreiten. Licht vorne und hinten, sowie jeweils ein Reflektor an dem Vorder- und Hinterreifen gehören mit zum Gesamtpaket.

Der Heckantrieb wird von einem Akku mit großer Kapazität (624 Wh) versorgt. Im Rahmen wäre sogar noch genügend Raum für einen noch größeren Akku mit 16 Ah bzw. 768 Wh. Aber auch 624 Wh sind in dem Fahrradsegment eine überdurchschnittliche Kapazität des Akkus. Dies verspricht eine große Reichweite. 

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES

Unboxing und Lieferumfang

Das Fahrrad wird bei einer Direktbestellung im Engwe-Store in einem großen 39,6 kg schweren Karton aus einem polnischen EU-Warenlager gesendet. Bei uns dauerte von der Bestellung bis zur Lieferung nur 3 Werktage. Ausgeliefert wurde mit UPS.

 

Lieferumfang:

  • Faltrad Engine X inkl. Klingel, Schutzbleche, Klapp-Pedalerie, Reflektoren und LED-Licht
  • Werkzeug (Imbus, Maulschlüssel, Schraubendreher)
  • Bedienhandbuch (Englisch)
  • Akku
  • Ladegerät
Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES

Montage und Inbetriebnahme
  

Das Fahrrad ist sehr weitreichend vormontiert. Erstmal muss das für den Transport hervorragend gepolsterte und fixierte Bike von Schaumstoff und unzähligen Kabelbindern befreit werden. Zur Montage benötigten wir nur knapp 45 Minuten. Es fehlt das vordere Schutzblech und Frontscheinwerfer. Anschließend wird das Vorderrad eingesetzt und die Bremse eingestellt. Lenkstange und Lenker sind ebenfalls schnell montiert. Beim Entpacken müssen unzählige Kabelbinder entfernt werden. Sattel und Sattelstützte sind schon montiert und müssen nur auf das Fahrrad (Schnellspanner) montiert werden. Auch die beiden Pedalen. Das notwendige Werkzeug mit Schraubenzieher, Imbus- und Maulschlüssel ist komplett inkl. Täschen im Lieferumfang vorhanden. Zum Schluss muss noch Luft nachgepumpt und die Bremsen feinjustiert werden. Zudem empfiehlt es sich den vorgeladenen Akku initial zum Kalibrieren nachzuladen. Der Akku ist bereits im Inneren des Fahrrads montiert und das Schlüsselpaar hängt am Lenker.

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES



Alles in allem erwies sich der Zusammenbau definitiv nicht als Raketenwissenschaft. Auch handwerklich Unbedarfte dürften das Rad schnell montiert bekommen. Einiziges Hindernis ist die nur englische Bedienungsanleitung, mit der wir aber gut zu recht kamen. Ein EU-Ladestecker ist natürlich auch noch mit dabei. Sehr positiv sind uns die Materialqualität, Verarbeitung und sehr gut ausgeführten Schweißnähte aufgefallen.

Das Engwe Engine X besteht aus einem Legierungsrahmen. D.h. es kommt primär ein Metall – hier Aluminium – zum Einsatz, das mit anderen Elementen kombiniert wird, um die Eigenschaften zu optimieren, wie zum Beispiel Festigkeit und Torsionssteifigkeit. Aluminium hat nur ein Drittel der Festigkeit von Stahl. Die Tatsache, dass der Rahmen des Engwe Engine X aus Legierung besteht, macht ihn schwerer als einen Aluminiumrahmen, aber auch deutlich leichter als ein konventioneller Stahlrahmen. Der intelligente Legierungseinsatz ermöglicht im Idealfall einen optimalen Kompromiss zwischen den Zielkonflikten Gewicht und Festigkeit. Im Gegensatz zu den Stahlmodellen ist ein Legierungsrahmen deutlich korrisionsbeständiger. Ein weiterer Vorteil ist zudem, dass ein Legierungsrahmen viel haltbarer ist und eine höhere Lebensdauer des e-Bike erwarten läßt.
 

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES

Auch zusammengeklappt noch riesig
 

So wichtig wie das Gewicht und das kleine Faltmaß, ist die Funktion des Zusammenfaltens um das Bike zu Transort oder Lagerung platzsparend verstauen zu könnent. Das Engine X meistert diese Disziplin mit Bravour und bei Bedarf bltzschnell. Mit nur wenigen Handgriffen ist Rad auf- oder zusammengeklappt. Die Haptik der Verschlüsse sind solide ausgeführt und sehr überzeugend. Die Verriegelung schließt mit einem knackigen und satten Gefühl.

So kann der Lenker abgeknickt, und die Sattelstange eingeschoben werden, die Pedalen eingeklappt und das ganze Fahrrad in der Mitte zusammengefaltet werden. Das Faltmaß eines Fatbike ist naturgemäß etwas voluminöser als mit schmalen Rädern. Alles in allem aber noch Kofferraumtauglich. Das Engine X läßt sich mit wenigen Handgriffen – innerhalb von 5 Schritten – auf ein kleines Maß (LxBxH 76 x 66 x 35 cm cm) zusammenfalten.

Der ausgesprochen stabile Gepäckträger ermöglicht den Transport von schwereren Lasten. Auch wenn er eigentlich nur bis 25 Kilogramm freigegeben ist, dürfte er deutlich mehr schaffen. Einziges Manko hierbei ist, dass zusätzliche Spanngurte zur Befestigung des Transportguts erforderlich sind. Leider verfügt der Gepäckträger nicht über eine eigene Klapphalterung.

Mit einem Netto-Eigengewicht von 34 kg (inkl. Akku) und einem maximalen Gesamtgewicht von 150 Kilogramm (inklusive Beladung und Fahrer) ist das Engine X auch für kräftige Menschen geeignet. Eine Schiebehilfe (in der EU bis 6 km/h möglich) verfügt das Engine X leider nicht und an Treppen wird das schwere E-Bike definitiv zu Problemen führen. Der Umstand, dass dieses Fold-Pedelec deutlich über 30 Kilogramm wiegt, spürt man beim Fahren zu keiner Zeit. 

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES

Sicherheit

Angemessen verzögert wird das E-Bike über zwei mechanische 160 mm Scheibenbremsen von Wuxxing und einer 7-Gang-Schaltung von Shimano. Die Bremswirkung war stets zuverlässig und unterbricht blitzschnell und unmittelbar die Stromversorgung und damit die Schubunterstützung.

Die Schaltung funktioniert gut. Aber die maximale Geschwindigkeit limitiert hier die Übersetzung. Das Fahrrad unterstützt bis Topspeed von 25 km/h. Tempi darüber hinaus erfordern ein unangenehm schnelle Trittfrequenz. Man merkt dass der Hersteler das rad für bis zu 25 km/h und eben Geländeeinsatz abgestimmt hat. Gut gefallen hat uns die Beleuchtung mit Standlicht. Geliefert wird ein helles Vorder- und Rücklicht in Weiß respektive Rot mit zugehörigem Rückstrahler. Bei Bremsvorgängen wird die Leuchtkraft des Rücklichts sogar noch verstärkt.

Wir hatten zwei Testfahrer von 1,90 und 1,95m Körpergröße. Und selbst da war noch Reserve bei Sattelhöhe und Lenkerstange. Konstruktionsbedingt beträgt die Rahmenhöhe nur knapp 46cm. Über die lange Sattelstange läßt sich der Sattel zum Untergrund gemessen auf eine Höhe von 122 Zentimetern einstellen. Die Höhe des Lenkers kann um 10 Zentimeter auf bis zu 1,3m erhöht werden.

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES

Bordcomputer


Engwe hat sich für eine Bedienung per Kombination aus Display und Remote-Taster entschieden. Das Display hat zwei Helligkeitsstufen. Seitliche Taster ermöglichen das Licht ein- und auszuschalten. Ist über den Schlüssel die Bordspannung eingeschaltet kann hier über den Betriebstaster der Bordcomputer eingeschaltet werden. Auch das Licht lässt sich über eine weiteren seitlichen Taster aktivieren, was umgehend mit einem Abdunkeln des Displays einhergeht. Tagsüber ist das große Display auch bei direktem Sonnenlicht stets gut gut ablesbar. Am linken Lenkerende befindet sich die Remote-Einheit, mit sich über diskrete +/- Tasten die 5 verschiedenen Unterstützungsstufen wählen lassen. Bzw. 6 Stufen. Da es auch keine Unterstützung (“0”) gibt.

Auf dem mittig des Lenkers platzierten LCD-Display lassen sich die wichtigsten Fahrdaten wie Tagesstrecke, Geschwindigkeit und Unterstützung ablesen.

Die Ergonomie ist gut und gab uns keine Rätsel auf. Ein weiterer Taster dient der Navigation zu den Fahrdaten. Tagesstrecke, Gesamtstrecke etc. Immer angezeigt wird mittig und ausreichend groß die Geschwindigkeit.

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: TestMagazine / MOTORMOBILES


Fahreigenschaften:  Von On- bis Offroad aber stets komfortabel
 

Das faltbare Engine X präsentiert sich mit riesigen grobstolligen Fettreifen und zwei Federsystemen. Die Fahrt verspricht nicht nur sehr bequem, sondern hält mit 624 Wh Akku auch noch richtig lange durch. Zum Transport kann man das Bike blitzschnell zusammenklappen. Aber auch zusammengeklappt ist das 30 kg schwere Rad noch ein großes Paket.

Das vollgefederte Engwe Engine X schwingt gut ein. Die vordere Gabel besitzt über Drehschalter sogar einen Lockout. Damit läßt sich die vordere Einfederung komplett deaktivieren. Dank der dicken Reifen ist der Fahrkomfort dann immer noch ausgezeichnet.Der Stoßdämpfer in der Mitte und die Gabelfederung in Kombination mit den Reifen schlucken wirklich alles weg.

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: Laura Fleischhacker / TestMagazine / MOTORMOBILES

 

Das vollgefederte Bike hat uns viel Spass bereitet. Die Kombination aus Reifen und Federung sorgen für ein komfortables und erhabenes Fahrgefühl. Die Gangschaltung mit 7 Gängen (Gangschalter linke Lenkerseite) schaltet zuverlässig und war werkseitig perfekt eingestellt. Bei Bedarf schiebt der Motor ordentlich nach vorn. Das Bike verfügt trotz der EU-Beschränkung auf 250 W über genügend Power und Drehmoment, um selbst steile Hügel bis zu 25 % Steigung erklimmen zu können.
 

Technische Daten e-Foldbike Engwe Engine X
Modellnummer
Zertifikate: ROHS, CE Prüfzeichen, StVO zugelassen
GeräteklassePedelec
ModiTretassistent (PAS) und manueller Pedalbetrieb
RahmenAluminiumlegierung
Maximale Tragleistung150 kg
Motor250 Watt Heckmotor
Akku-Einheit48 Volt 16 Ah Lithium-Ionen; Integriert im Rahmen
Reichweite (ca.):90-100 km
Maximale Unterstützung bis:25 km/h
Maximales Drehmoment:55 Nm
Maximaler Klettergrad:25 Grad
Aufladezeit:4-6 Stunden
Modi:5 digitale Leistungsstufen
Schaltung:Gänge/variable Geschwindigkeit Shimano 7
Bildschirm:LC-Display monochrome
Licht:LED-Leuchten vorne und hinten
Sattelhöhe:81 - 102 cm
Abmessungen fahrbereit:175 * 57 * 123cm
Abmessungen zusammengeklappt:104 * 55 * 84 cm
Gewicht fahrbereit:31,7 kg
Suspension:Deaktivierbare Vordergabelfederung + mechanische Federung mit weichem Heck
Fahrergröße:160 - 200cm
Bremse:160 mm Scheibenbremsen
Beleuchtung:LED-Leuchten vorne und hinten; Passiv-Reflektoren in den Rädern
Bereifung:20x4 Zoll
Anfahrhilfekeine
Lackierungen:schwarz, weiß, rot
Preis:1.299 Euro (Stand März 2024) Herstellershop [LINK]

 
Akku und Laden


Die Energieversorgung übernimmt ein 48V Lithiumbatterie mit 13Ah, die im unterstützten Modus für eine Reichweite von bis zu 100 km genügen soll. Die Reichweite hängt von auch vom Fahruntergrund, Temperatur, Luftdruck, zu überwindende Höhenunterschiede und Gewicht des Fahrers ab. Im Test schafften wir bei kühlen Temperaturen und mittlerer Fahrunterstützung immerhin knapp 70 Kilometer. Bei niedriger Fahrunterstützung und höheren Temperaturen sowie weniger Höhenunterschieden erscheint die Herstellerangabe von 100 Kilometern gar nicht so unrealistisch.

Engwe Engine X 250 W – EU-Version – Bildnachweis: Laura Fleischhacker / TestMagazine / MOTORMOBILES

Das beiliegende Ladegerät informiert über den Ladestatus per rot/grüner LED. Zum Laden kann man den Akku wahlweise entnehmen oder direkt im Rahmen über einen seitlichen Ladeport (Klinke) laden. Eine vollständige Akkuladung benötigt zwischen 5 und 6 Stunden. Je nach Stromtarif kostet dann eine Ladung ungefähr 20 Cent. Zum Laden kann der Akku im Rad belassen werden. Oder alternativ über ein Aufklappen des Rahmen und Entriegelung per Schlüssel auch schnell entnommen werden. Der Diebstahlschutz über einen massiven Bolzen ist gut gelöst. Weniger gut gelöst ist die Platzierung des Ladeport im E-Bike der in die Schweißnaht ragt. Deshalb hält leider die Gummitülle zum wichtigen Nässeschutz nicht perfekt in der Klinke-Buchse.

Testurteil: Gut (1,5) – Test 03/2024

 

Fazit: Leistungsstark, robust und StVO-konform



Tolles klappbares Fat-eBike, dass allen Testern beim Fahren viel Spaß bereitete und auch großen Menschen bis knapp 2 Meter ein Klapprad ermöglicht. Geringfügige Tolereranzen (notwendige Einstellungen der nicht hydraulischen Bremsen) waren bei unserem Testbike allesamt noch verzeihlich. Die Verarbeitung und Qualität ist erstklassig und für den Preis angemessen. Für ein Klapp-Pedelec ist das Engine X von Engwe momentan eines der komfortabelsten und bequemsten Räder in dem Segment. Erkauft wird dieser Vorteil mit hohem Gewicht und einer gewissen Größe im gefalteten Zustand. Trotzdem ist die Reichweite dank großem Akku ganz ordentlich. Und das Engine X verfügt sogar über ein gewisses Offroad-Talent. Für Deutschland ist zudem wichtig, dass das Elektro-Fahrrad rechtssicher über eine CE-Zertifizierung verfügt und die Motorleistung auf 250W begrenzt sowie die Unterstützung nur stattfindet, wenn der Fahrer auch pedaliert. Für den aufgerufenen Preis von 1.299 Euro (LINK auf Herstellershop ohne Affiliate) bietet das Engwe Engine X ein wirklich sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Engwe Engine X 250 W - EU-Version

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