Für die Café-Bar zu Hause oder im Büro: Die Rommelsbacher EKS 2010 Espressomaschine im Test

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Die Rommelsbacher EKS 2010 Espressomaschine im Einzeltest – Bildnachweis: TestMagazine

  

Mit perfekter Crema?

Die Auswahl und Entscheidung für die geeignete Espressomaschine ist selbst für Experten keine leichte Aufgabe. Der Marktangebot ist sehr breit und unübersichtlich. Siebträgermaschinen gehören untrennbar zu einer professionellen Kaffeekultur und sind die einzige Möglichkeit, einen echten Espresso zu bereiten. Zunehmend viele Kunden sind bereit sich intensiv mit dem perfekten Zusammenspiel von Kaffeebohnen, Mahlgrad und Druck zu beschäftigen. Grund genug, mal eine vielversprechende Espressomaschine zu testen.

 

Der Siebträger hat einen Durchmesser von 58mm – durch diese „Standardgröße“ läßt sich viel gebräuchliches Zubehör wie zB. Tamper nutzen – Bildnachweis: TestMagazine

  

 

Einstiegssegment: Die Rommelsbacher Espressomaschine EKS 2010 im Test

Die Espressomaschine EKS 2010 von Rommelsbacher ist eine moderne Siebträger-Maschine mit moderner Optik und vielversprechender Technik. Wir haben uns die Maschine und insbesondere ihre inneren Werte genauer angeschaut.

Die Leistungsaufnahme des Gerätes beträgt 1.275 Watt und es gibt einen Wassertank mit 1.5 Liter. Für die Milchschaumzubereitung verfügt die EKS 2010 über einen seitlichen Milchaufschäumer. Funktional sind außerdem der Tassenwärmer auf dem Gerät und die Option über ein Siebteil nicht nur eine, sondern zwei Tassen Kaffee oder Espresso aus dem Gerät zu erhalten. Das Gerät verspricht neben reinem Espresso somit ein breite Auswahl von Kaffeespezialitäten in der Zubereitung zu beherrschen.

 

Die Tassenabblage läßt sich in der Höhe verstellen – Bildnachweis: TestMagazine

 

Segment der Siebträger erwacht

Die Hersteller offerieren mittlerweile ein breites Spektrum neuer Espressomaschinen für den Consumer- und Einsteigerbereich. Auch in der preislichen Mittellage tut sich aktuell sehr viel viel. Die Kunden beschäftigen sich zunehmend und intensiver als bisher mit dem perfekten Zusammenspiel von Kaffeebohnen, Mahlgrad, Temperatur und Druck. Und gelangen dabei nicht selten zu der Erkenntnis, dass ihnen ein Vollautomat nicht die gewünschte Perfektion liefern kann. Zum Verständnis sind ein paar grundlegenden Informationen notwendig, um ein gutes Grundverständnis über Siebträgermaschinen sowie die Art der Zubereitung zu vermitteln.
Eintstiegssegment

Noch vor wenigen Jahren gab es in dem Einstiegs-Preissegment nur wenige brauchbare Espresso-Maschinen im Segment der Siebträger. Maschinen in diesem Bereich waren selten, das hat sich grundsätzlich geändert – und meistens keine Empfehlung. Hier hat sich auf der Angebotsseite viel getan.

 


Herstellervideo – Videonachweis: Rommelsbacher / Youtube

 

Optik der Espressomaschine EKS 2010


Rommelsbacher ist mit der EKS 1510 Espressomaschine ein formal sehr ansprechendes Design gelungen. Zur Optik trägt vor allem das tolle und robust wirkende Edelstahlgehäuse bei. Neben dem Design ist aber immer auch die Technik entscheidend. Und darauf sind wir im Test sehr gespannt.

 

Lieferumfang


– Espressomaschine
– Siebträger mit 2 Siebeinsätzen
– Kaffeelot mit Tamper
– Wasserfilter

 

Die Ausführung in massivem Edelstahl verleiht der Siebträgermaschine eine edle Optik. Die Tassenablage auf der Maschine ist beheizt – Bildnachweis: Testmagazine

 

Inbetriebnahme

 

Die Stromversorgung geschieht über ein rel kurzes (ca. 40 cm lnges) Kabel. Der Wasserbehälter läßt sich leicht entnehmen. Ggf muss vorher noch die Entkalkungskatisch eingesetzt werden.
Technik-Setup mit Thermoblock aus Alu-Druckguss

Innerhalb des Thermoblock aus Alu-Druckguss verspricht ein Einkreissystem mit einem maximalen Pumpendruck bis hin zu 19 Bar den nötigen Pressdruck, um erstklassigen Espressi erzeugen zu können. Ein guter Espresso – so die Daumenregel – erfordert einen Druck von mindestens 8 bis 10 Bar. Der Wassertank ist zum Befüllen abnehmbar und die Düse für Heißwasser ist zur Reinigung oder zum Entkalken entfernbar. Gut gelöst ist die Druchsichteinheit des Wassertanks. Sie ist nicht nur optisch gut gelöst, sondern ermöglicht eine Pegelkontrolle. Eine intensive Pflege und Entkalkung gegen Kalk ist geboten. Je nach Wasserhärtegrad liegt der Maschine auch eine Entkalkerkartusche für den Wassertank bei.

Die Tassenfüllmenge ist nicht fix vorgegeben, sondern individuell einstellbar. Der Siebträger verfügt über zwei Auslasslöcher, aus denen der Kaffee herausläuft und es gibt zwei Filtereinsätze. Die Maschine punktet zudem mit einer Energiesparfunktion. LED-Lampen signalisieren den Status und zeigen an, ob das Gerät läuft oder nicht. Im Lieferumfang befindet sich ein Kaffeelot mit einem Tamper.

Espresso-Purist trinken eher selten Milch(schaum)getränke wie Cappuccino oder Latte Macchiato? Für die Zeilgruppe sind Einkreiser und Thermoblockmaschinen eine gute und günstige Wahl. Wer dagegen gerne Milchschaum mag – sehr viel Zeit vergeht mit der Umschaltung vom Espressobezug zum Milchaufschäumen – muss bei diesen Siebträger-Typen länger warten, da sie nur einen Wasserkessel besitzen, der das Wasser zwischen Espresso und Dampfbezug neu temperieren muss. Besonders praktisch an Thermoblockmaschinen ist zudem, dass sie nur eine sehr kurze Aufheizzeit benötigen.

 

Drehschalter an der Rommelsbacher EKS 2010 – Bildnachweis: TestMagazine

 

Gute Crema

Der Siebträger im klassischen 58 mm Ddurchmesser ist sehr stabil ausgelegt. Über die Austrittsöffnungen für den Kaffee lassen sich sowohl eine als auch zwei Tassen befüllen. Hier hilft die Ausstanzung aus der Lochplatte. Diese ist hochstellbar, passend für die kleinen Espressotassen alternativ zu einer größeren für Milchkaffee und anderes. Der transparente Wassertank bietet eine gute Übersicht, ein Trockengehen der Maschine zu vermeiden.
Die Crema macht den Espresso erst zu dem, was wir so an ihm lieben. Neben seinem starken Geschmack gehört eine standfeste Crema unbedingt zu einem guten Espresso-Erlebnis dazu. Viele Faktoren spielen für eine gute Crema eine wesentliche Rolle. Neben der Mischung der verwendeten Kaffeebohnen trägt hier das Öl der Kaffeebohne, aber auch deren Proteine, Zucker und Kohlendioxid bei. Und dann kommt es neben dem mahlgrad auch auf Maschine mit ihrem Pumpendruck und Wassertemperatur an. Die EKS 2010 liefere im Test gute bis sehr gute Espressi mit einer überzeugenden Crema ab. Die Espressi schmecken gut und sind auch genügend heiß.

Die Milchaufschäumfunktion funktioniertmit genügend Dampfdrucken ebenfalls einwandfrei. Mit ein bisschen Übung und Kniff läßt sich ein wunderbar dichter und heißer Milchschaum herstellen. Wichtig ist hierfür ein passendes Gefäss.
Wir empfehlen in jedem Fall die Anschaffung einer eigenen Kaffeemühle, wenn die Siebträgermaschine wie die getestete EKS 2010 von Rommelsbacher über kein integriertes Mahlwerk verfügt. Für einen aromatischen Espresso braucht es eine gute Kaffeemühle. Direkt gemahlenen Kaffee zu kaufen verbietet der gute Geschmack. Je länger gemahlener Kaffee Sauerstoff ausgesetzt ist, desto mehr Aromen verflüchtigen sich. Ist Kaffee bereits gemahlen, schmeckt er also weniger aromatisch. Frisch gemahlen schmeckt Kaffee und Espresso daher besonders vollmundig. man kann in den Siebträger auch handelsübliche Kaffeepads (die ’normalen“, mit 7 cm Durchmesser) einlegen. Der Vorteil liegt darin begründet, dass sich dieser am Ende sehr einfach aus dem Siebträger entfernen läßt und man sich das übliche „Herausklopfen“ des nassen Kaffeepulvers erspart.

 

Vorteile und Nachteile der Rommelsbacher Espressomaschine
 

Ein Geruch nach Chemie und Kunststoff ist uns bei der Rommelsbacher nicht aufgefallen. Bei Wettebewerbern kann es im schlimmsten Fall passieren, dass die Chemie auch nach einigen Reinigungsversuchen noch nicht vollständig verschwunden ist.

Je nach Nutzungsprofil und einer Präferenz für Kaffeegetränke mit Milch, wie Cappuccino oder Latte Macchiato, oder wer insgesamt häufiger Kaffee trinkt, dem raten wir zu einem Zweikreiser oder einer Thermoblockmaschine mit zwei getrennten Thermoblöcken. Für eine gelegentliche Nutzung ab und zu tut es aber die Rommelsbacher durchaus. Ein Dual Boiler verfügt über zwei getrennte Boiler: Einen für den Kaffeebezug und einen für Dampf und Heißwasser. Der Vorteil: Dampfdruck und Brühtemperatur werden unabhängig voneinander geregelt. Über einen Dual-Boiler verfügen in der Regel nur Maschinen im gehobenen Preissegment. Sie eignen sich daher besonders gut für Caterings oder wenn häufig Kaffee für Familie und Freunde serviert wird.

Die Wärmeplatte für die Espressomaschine ist zwangegekoppelt immer mit im Betrieb. So lange die Maschine eingeschaltet ist, wird dort Energie verbraucht, bzw. verschwendet. Es wäre sinnvoll gewesen die Maschine so zu konstruieren, dass beide Teile getrennnt angesteuert werden können.

Die Maschine ist trotz massiver Metallausfürung noch zu leicht für ein gelegentliches Verrutschen. Sie verrutscht, wenn man mit Kraft das Sieb einsetzt bzw. mit Kraft einsetzen muss. Vermisst haben wir zudem eine Druckanzeige. Der Tamper zum Verdichten des Kaffeemehls besteht aus schwarzem Kunststoff ist rel. leicht und damit zuweilen nicht optimal zu handhaben. Hier empfiehlt sich ein Nachkauf als Zubehör. Gut gefallen hat uns, dass auch recht hohe Tassen unter dem Auslauf passen. Die Tasseabstellhähe läßt sich dazu bei Bedarf anpassen.

 

 

Technische Daten Rommelsbacher EKS 2010 Espressomaschine
HerstellerRommelsbacher
EAN:40 01797 207104
GerätEspressomaschine
Bauart: Siebträgermaschine
Heizkreislauf:Einkreissystem mit Alu-Druckguss Thermoblock
Stromaufnahme im Betrieb:1.275 Watt
Pumpendruck (bar): 19
Auslegung SiebträgerMassiver 2-Loch Siebträger aus Alu-Druckguss
Auslegung SiebträgerMassiver 2-Loch Siebträger aus Alu-Druckguss
Energie-Spar-Modus: Ja
Fassungsvermögen:1.5 Liter; Entnehmbarer Wassertank mit elektronischer Wasserstandskontrolle und Wasserfilter
WasserfilterJa, auswechselbar
Vorbrühfunktion:Ja
Tassenwärmer: Ja
Milchschaumsystem: Heißwasser-/Dampfdüse Edelstahl
Höhenverstellbare TassenabstellflächeJa
Kaffeeauslauf für 1 und 2 Tassenbezug Ja
Tassenfüllmenge:Für 1 oder 2 Tassen vorprogrammierbar
Maße (Höhe x Breite x Tiefe in mm): 26,0 x 23,50 x 30,50 cm
Gewicht (g): 5.500
Preis: 254,99 Euro (UVP)

 

 

Preis-Leistungs-Verhältnis der Espressomaschine

Die Espressomaschine Rommelsbacher EKS 2010 ist ein Siebträger in einer schönen Optik. Das Modell verspricht Getränke in guter Qualität und erweist sich als Modell mit vielen Funktionen. Die Vorheizzeit beträgt nur knapp 30 Sekunden, bis das Gerät bereit ist für den Siebträger-Betrieb. So ist dann alternativ auch Milchschaum über die Dampfdüse herzustellen. Anfälligkeit für Kalk, die zeitnah zu Schäden führen kann, konnten wir im Test nicht feststellen. Allerdings gibt es in Hinblick auf die Qualität wohl nicht eine Möglichkeit solche Schäden optimal zu verhindern.

 


Testurteil: 1,5 Gut – 12/2021

 

Das Fazit zur EKS 2010 Espresso-Siebträgermaschine von Rommelsbacher

Die Espresso-Maschine Rommelsbacher EKS 2010 ist ein moderner Siebträger in einem aktuellen Design und vermag optisch zu überzeugen, ist wertig verarbeitet, pflegeleicht und sehr einfach zu bedienen. Die Maschine ist schnell aufgeheizt und angenehm leise. Es gibt zahlreiche Funktionen für einen guten Kaffeegenuss oder Espresso. Ob nun eine oder zwei Tassen, das Modell kann Kaffee, Espresso, Cappuccino oder Spezialitäten mit Milchschaum herstellen, die zunächst auch durch eine gute Crema überzeugen kann. Der Geschmack soll gut sein und das Gerät arbeitet mit einem enorm hohen Druck bis 19 Bar, trotz einer Anfälligkeit für die Wartung.

Rommelsbacher EKS 2010 Espressomaschine Edelstahl

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